Vorklasse

Vorklassenleiterin: Frau Simon

Die Vorklasse ist in zwei großen Räumen untergebracht, in dem vielfältige Arbeits-, Beschäftigungs- und Spielformen angeboten werden. Weiterhin stehen ein separater Materialraum, eine Gaderobe und Toiletten zur Verfügung. Eine überschaubare gepflasterte Außenspielfläche und eine Grünfläche mit Sandkasten, die jederzeit genutzt werden können, ohne den übrigen Schulbetrieb zu stören, erweitern die Förderung durch Bewegungs-, Spiel- und Erfahrungsmöglichkeiten im Freien.

Bei günstigen Wetterbedingungen können der außerschulische Lernort Natur und umliegende Spielplätze genutzt werden. Einmal wöchentlich stehen zwei Stunden Sport in der Turnhalle auf dem Stundenplan. An 2 Wochenstunden bietet die Sprachheilschule Sprachheilambulanz für sprachauffällige Kinder. Ebenfalls 2 Wochenstunden steht eine Beratungskraft des BFZ der Vorklasse zur Verfügung.

Es ist möglich, den Besuch der Vorklasse als inklusives Angebot zu nutzen (2004/05 wurde eine Integrationsmaßnahme mit 10 Wochenstunden durchgeführt).

Zwischen 12 und 16 Kinder werden pro Schuljahr in der Vorklasse  unterrichtet. Größtenteils stammen sie aus dem Einzugsgebiet der Grundschule Schlüchtern. Aber auch Kinder der umliegenden Ortschaften Steinau, Ulmbach, Ürzell, Wallroth, Breitenbach, Vollmerz, Gundhelm, Hutten, Herolz und Elm werden von den jeweils zuständigen Grundschulen bei Bedarf in die Vorklasse der Bergwinkel-Grundschule geschickt. Die jeweils benötigte Beförderung stellt der Kreis sicher.

Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund schwankt zwischen 40% und 60%.

Die Zurückstellung erfolgt auf Antrag der Eltern nach Beratung durch die Schulleitung.

Der „Schonraum Vorklasse“ ist für entwicklungsverzögerte Kinder ein Hilfsangebot, ohne Leistungsdruck und Schulstress bestehende Entwicklungsdefizite auszugleichen und somit Voraussetzungen zu erwerben, die für eine erfolgreiche Mitarbeit im sich anschließenden 1. Schuljahr nötig sind.

Den Kindern wir in einer behüteten und Geborgenheit vermittelnden Atmosphäre, innerhalb eines überschaubaren Gruppenverbandes (12-16 Kinder) und nur einer Bezugsperson die Möglichkeit gegeben, ganzheitliche Erfahrungen zu machen, Erfolgserlebnisse zu haben und allmählich in den Schulalltag hineinzuwachsen.

Die Vorklasse ist dem 1. Schuljahr vorangestellt und wird nicht als Schulbesuchsjahr gewertet.

Unter Beachtung sozialer, emotionaler, kognitiver, psychomotorischer und die Motivation betreffende Aspekte leben, arbieten, spielen und bewegen sich die Kinder in unterschiedlichen Gruppenverbänden: Bei Einzelbeschäftigungen, Partnerspielen, in kleinen Gruppen, in Fördergruppen und im gesamten Gruppenverband. Sie gehen sowohl angeleiteten, als auch freien Beschäftigungen nach.

Der Aufbau von Motivation, der Erwerb von Freude an Aktivitäten und am Lernen, das Erleben von Erfolgserlebnissen und das Erlangen von Selbswertgefühl als basale Lernvoraussetzungen finden ebensoviel Beachtung wie die Entwicklung sozialer Verhaltensfertigkeiten und der Fähigkeit, innerhalb einer Gruppe zu arbeiten und zu lernen. Weiterhin haben die Entwicklung einer notwendigen Arbeitshaltung (Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer), den Erwerb von fein- und grobmotorischen Fähigkeiten und die Entwicklung der Wahrnehmung eine ebenso große Bedeutung wie die Schulung kognitiver Fähigkeiten.

Praktikant-Vorklasse

Regelmäßig absolvieren Sozialpädagoginnen mit dem Studienfach Soziale Arbeit ihr staatliches Anerkennungsjahr in der Vorklasse. Auch studienbegleitende Praktika sind möglich.